Plattdeutsch

Wir sprechen und üben Plattdeutsch – oder übersetzt: wi kuert Platt.

Plattdeutsch, die Sprache unserer Vorfahren, wird in unserer Region nur noch sehr selten gesprochen. Unsere Väter und Mütter konnten diese noch mühelos sprechen, doch irgendwann geriet die Sprache zugunsten von Hochdeutsch ins Abseits.
Nun ist seit 1999 auch in Deutschland die Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen in Kraft. Das bedeutet, dass auch unser Ostfälisches Plattdeutsch den Status „wertvolles Kulturgut“ bekam.
Doch das allein hilft wenig, um die Sprache nicht vollkommen vergessen zu lassen.
Eine Sprache kann eben nur dann bestehen, wenn sie weiter vermittelt wird.

Wir wollen einen kleinen Teil dazu beitragen, die Sprache nicht vollkommen vergessen zu lassen. So treffen wir uns an jedem letzten Mittwoch im Monat für zwei bis drei Stunden zu Sprach- und Leseübungen. Mit dabei sind natürlich die „Alten Hasen“, die noch bestens Platt sprechen und den „Neulingen“ die Sprache gut vermitteln können.
Jeder von uns ist im Besitz eines 62-seitigen Buches mit dem Titel:
„Plattdütsche Döneken und Nahvertelljes“, in dem wir regelmäßig lesen. Die Geschichten in diesem Buch wurden vom Leiter unserer Gruppe in Steinwedeler Platt geschrieben. Dazu muss man wissen, dass jeder Ort seine eigene spezielle Mundart gepflegt hat. Da konnte es sein, dass ein und dasselbe Wort schon im Nachbarort ganz anders gesprochen wurde.
Wir amüsieren uns oft beim Lesen der nicht immer wahren aber spaßigen Geschichten.
Allerdings sitzen wir nicht nur den ganzen Abend und lesen – nein, es wird auch geklönt, wenn auch viel zu oft in Hochdeutsch. Aber wir geloben Besserung!

Und freuen uns über neue Gesichter in unserer Plattdeutschen Runde.

Plattdütsche Gedichte und Geschichten:

   Mannigmal möcht‘ eck gar nix dau’n,
   Mannigmal möcht eck blot utrauh’n.
   Möcht‘ nix kür’n un ok nix denken,
   ok mienen Bregen nich verrenken
   möcht‘ blot kieken as ne Kauh.
   Mannigmal möcht‘ eck blot mien Rauh‘

Aus Ottos buch :….
En Buer in’n Nahberdörpe woll in Liehrte up’n Markte en Perd köpen. Hei keik owerall in’ner Halle rumme. Da meine en Händler: „Du sochst woll en Perd? „ „Ja! Awer dat Perd, dat eck söke, mot Murre häbben un ok recht flott sien!“ Da antwure dä Händler, dä dän Buern ganz gut kenne:“Denn is düt Perd gerade recht for deck. Wenn du dat morjens klocke sesse vorr diene Kutschen spannst un föhrst gliek von Howwe, denn büste halwig seeben all in Hannower.“ „Dat Perd kann eck nich bruken!“, säh dä Buer, „wat schall eck halwig seeben all in Hannower?“

Gruppen-Leitung
Otto Grethe

Plattdeutsch allgemein

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